Köln wird trotz drangvoller Enge im "Wohnzimmer" MTC ein tolles Konzert. Wir zeigen unsere Underground-Roots, da sind wir noch kleinere Bühnen gewohnt. Auch der "Saal" ist brechend voll vom Publikum, das aber nach über einer Stunde Wartens vor der Tür ungedulig auf Haggard ist. Beim Auftritt von Haggard aber ist die Stimmung aber trotz Soundproblemen am Überkochen - die Temperatur im Raum aber auch, weshalb das Publikum nach dem Konzert sofort an die frische Luft im Freien flüchtet, anstatt noch einen Umweg über die Merchandise-Bar zu nehmen.
Für uns heißt es dann sofort packen, denn wir fahren noch am selben Abend durch bis Stuttgart, um die Zeit vor dem Auftritt in der Rofa (wenigstens zum Teil) endlich wieder in eigenen Betten schlafend verbringen zu können. Wegen Vollsperrung auf der A6 gurken wir noch eine Stunde auf der Landstraße herum (sonst hatten wir bislang ziemliches Glück und keine Staus, toi toi toi), und dann endlich daheim und schlafen, bevor uns am Abend die Rofa Ludwigsburg empfängt.
Heimspiel quasi, und doch neu, denn das Vergnügen, auf der großen Rofa-Bühne zu spielen, hatten wir noch nicht. Und es ist ein Vergnügen: Viel Platz, 1a Monitorsound. Vor uns eröffnen
Seasons in Black, die in Pratteln nochmals dabei sein werden, und dann kommen wir und haben unseren Spaß mit unseren Freunden und dem restlichen Publikum. Jede Gelegenheit, auch die unbeabsichtigten, nutzen wir für Einlagen.
Bei Haggard steht heute Mon am Mischpult, und macht einen exzellenten Sound für meiner Meinung eine der besten Haggard-Shows auf der Tour. Ausserdem verabschieden wir uns von Ingrid, die bei Haggard auf dieser Tour Keyboard gespielt hat, und lernen Haggards Stamm-Oboisten kennen, der witzigerweise ebenfalls Florian heißt. Gast-Oboistin Agnes macht Pause, wird aber in Pratteln wieder mit von der Partie sein.
Tags drauf geht es dann nach München zu Haggards "Heimspiel" in die Georg-Elser-Halle. Diesmal eröffnen wir als erste von Dreien, vor
"van Langen" und Haggard. Das Publikum ist trotz frühem Einlass schon zahlreich entschieden, es bilden sich lange Schlangen vor der Kasse, und als wir die Bühne betreten, ist der Saal schon gut gefüllt, und wir spielen showtechnisch wahrscheinlich einer der besten Konzerte der Tour. Zwar plagen uns technische Probleme (u.a. ist mein Oboen-Rohrblatt kaputt, und der Ersatz eine Katastrophe), aber das Publikum ist begeistert. Sicher einer der erfolgreichsten Gigs auf dieser Tour! Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns auch bei den Leuten im Hintergrund, ohne die diese Tour sicher nicht funktioniert hätte, und die uns sehr geholfen haben, und holen sie auf die Bühne: Tourleiter Alf, Haggard-Tontechniker Stiefel, Lichttechniker Andreas, und natürlich unser Lieblings-Tontechniker Alex!
Dann auch wieder gleich im Anschluss heim, wir müssen unseren Tourbus zurückgeben. Morgen geht es dann mit anderem Bus und PKW zu den letzten beiden Konzerten der ZERRISSENen Tour: Wangen im Allgäu (ohne Haggard back to the Roots beim Umsonst&Drinnen) und am Montag dann das Abschlusskonzert der Tour mit Haggard: Pratteln in der Schweiz!